Blogpost Sponsoring - Eine Gefahr fürs Ranking?

Blogger bezahlen um über einen neuen Service oder ein Produkt zu schreiben ist zur Zeit im Trend. Hier in Deutschland (bzw. deutschsprachigen Raum) nimmt es langsam Fahrt auf, so ist vor kurzem mit Trigami der erste Pay-Per-Post Anbieter hierzulande gestartet. In den Staaten geht bald schon der dritte Anbieter für solche Dienste online.
Auch wenn sich die Ziele ein wenig unterscheiden, ist ein Punkt bei allen Anbietern gleich: Der Blogger muss einen Disclaimer einfügen der den Leser davon unterrichtet, dass es sich um einen bezahlten Eintrag handelt. Eigentlich würde sich solche Posts bestens zum Linkbuidlding eignen, da für einen relativ geringen Preis permanente Links aus einem Blog erworben werden können, den Traffic der zusätzlich drüber kommt sehe ich mal als nettes nice to have an. Heute bin ich dann aber über ein Statement von Matt Cutts gefallen.

So schreibt Matt Cutts:

Yet another “pay-for-blogging” (PFB) business launched, this time by Text Link Brokers. It should be clear from Google’s stance on paid text links, but if you are blogging and being paid by services like Pay Per Post, ReviewMe, or SponsoredReviews, links in those paid-for posts should be made in a way that doesn’t affect search engines. The rel=”nofollow” attribute is one way, but there are numerous other ways to do paid links that won’t affect search engines, e.g. doing an internal redirect through a url that is forbidden from crawling by robots.txt.

Eigentlich nichts wirklich neues, aber durch den Disclaimer sollte es nun auch ein leichtes sein die Blogs zu identifizieren welche bezahlte Beiträge schreiben. Was nun passiert mit solchen Links kann man nur raten. Eingehende Links (mal massiven Linkspam ausgenommen) sollten dem Ranking der eigenen Seite nicht schaden können, aber wie sieht es nun hier aus. Ich vermute die Domain vom bezahlten Blogger wird von Google bestraft und vererbt kein Google-Juice und Pagerank mehr. Also aus SEO Sicht würde ein bezahlter Blogpost nicht lohnen.

Der zweite Kunde von Trigami, Hitflip, ist vom dem Ergebnis des Blogpost Sponsoring enttäuscht. Ein kurzer Check der 5 Beiträge die bezahlt wurden hat ergeben, dass keiner der Blogger eine der Möglichkeiten die Matt Cutts vorschlägt genutzt haben um das Ranking nicht zu beeinflussen.

Die Links aus den Blogposts wären mir schon ne Menge Geld wert, aber bisher hat mich genau dieser Disclaimer davon abgehalten diese Art des Linkbuildings zu verwenden. Für Firmen wie Hitflip und Exsila lohnt sich sowas wohl aus reiner Marketingsicht wohl schon, aber der Otto-Normal SEO mit seiner Kreditvergleichsseite wird mit diesem Geschäftsmodell nicht viel Erfolg haben.

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Datum: Dienstag, 23. Januar 2007 12:40
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2 Kommentare

  1. 1

    […] Hitflip hatte Trigami (einen schweizer Anbieter) beauftragt, Blogger ausfindig zu machen, die Postings über Hitflip schreiben sollen. Gegen Cash. Ja, kein Mafia-Gedöns: mit Dislosure, offen, ohne Auflagen etcpp, das scheint korrekt zu sein soweit. Nunmehr zieht Hitflip sein Fazit: Blogpost-Sponsoring Auswertung - Eher mau als Wow!. Frank hat dazu Andre Alpar, Hitflip-Gründer interviewt und das Ganze als Podcast gepostet. Auch die Trigami-Jungs ziehen auf ihrem Blog ihre Schlüsse. Und der Website Spy Blogger geht eigens auf die Problematik ein, ob Google überhaupt solche Postings mag. Nein, natürlich nicht, da Google-Matt meint, man müsse die Links auf die zu bewerbende Firma mit einem “rel=nofollow” entwerten. Ich kann Google gut verstehen, dass sie ähnlich wie andere Web-Anbieter gerne den User die Arbeit machen lassen, weil deren Indizierungsmechanismen zu dumm sind, den Kontext eines Web-Artikels selbständig zu kapieren:) […]

  2. 2

    Naja, das mit der Aussage von Matt ist wohl wahr, aber so PFB Beiträge ziehen ja dan nmanchmal auch andere Beiträge nach sich (huch, in so einem schreibe ich gerade), wo man dann auch wieder Links abgraben kann….

    ;)

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